Die Schweizergarde - Leibwache des Papstes & Schutzarmee des Vatikan

Über zahlreiche Jahrhunderte hinweg hielten die Päpste eine weitreichende weltliche Macht inne. Als Oberhaupt der katholischen Kirche war er in der Lage Könige und Kaiser politisch unter Druck zu setzen. Der Papst befehligte ganze Armeen und führte im Auftrag der Kirche zahlreiche Kriege. Die Heere von damals existieren heute nicht mehr. Allerdings gibt es eine kleine Gruppe, die sich noch immer um das Kirchenoberhaupt kümmert. Die kleine Truppe gut ausgebildeter Männer sorgt sich um die Sicherheit der obersten katholischen Kirchenherren. Es ist die berühmte Schweizergarde. Die Soldaten der Schweizergarde sichern die Staatsgrenzen, alle Zugänge zur Vatikanstadt und beschützen den Apostolischen Palast. Die Schweizergarde ist hauptverantwortlich für die persönliche Sicherheit des Papstes.

Gründung der Schweizergarde

Gegründet wurde die Schweizergarde im Jahre 1505 von Papst Julius II. Die Schweizergarde war zum damaligen Zeitpunkt die offizielle Leib- und Palastwache des Papstes und des Kirchenstaates. Eines ihrer berühmtesten Ereignisse ist die Plünderung Roms am 6. Mai 1527 durch Kaiser Karl V. Damals ließen 147 von insgesamt 189 Männer ihr Leben als sie versuchten den Rückzug von Papst Clemens VII. in die Engelsburg zu sichern.

Wie wird man ein Schweizer Gardist im Vatikan?

Heute ist die Schweizergarde wieder 110 Mann stark. Wer zur Elitegarde zählen möchte und sich Schweizer Gardist nennen will, der muss eine sehr strenge Aufnahmeprüfung bestehen und einige Auflagen erfüllen. Man muss katholischer Schweizer sein und im Alter von 19 – 30 Jahren. Die Schweizer Gardisten dürfen bis zum Rang eines Unteroffizieres nicht heiraten und müssen stets körperlich sehr fit sein. Die Dienstzeit in der Schweizergarde beträgt mindestens zwei Jahre. In der Zeit als Schweizer Gardist besitzen die Wächter die vatikanische Staatsangehörigkeit, die ihnen allerdings nach ihrem Dienst wieder aberkannt wird.