Die Biografie von Papst Franziskus I.

FarnziskusDerErste.eu möchte auf dieser Seite einen kleinen Einblick in das Leben und Schaffen von Papst Franziskus geben. Lesen Sie in knapper Übersicht alle wichtigen Lebensstationen nach, die der Pontifex bisher erreichen konnte. Sein Leben war geprägt von einem ehrgeizigen Engagement und einem strebsamen Studium der christlichen Lehre. Jorge Mario Bergoglio gab sich am 13. März 2013 selbst seinen neuen Namen: Franziskus. Als "Heiliger der Armen" möchte er in die Weltgeschichte eingehen. Ob er in seiner Amtszeit in der Lage die Hoffnungen auf Reformen und die Wünsche seiner Anhänger zu erfüllen, wird die Zeit zeigen.

 

Jorge Mario Bergoglio: Kurzfassung der Biografie von Papst Franziskus I.

  • 1936 Papst Franziskus I. wird als Jorge Mario Bergoglio  in Buenos Aires (Argentinien) geboren
  • 1958 tritt Jorge Mario Bergoglio dem Jesuitenorden bei und begann ein Studium der Geisteswissenschaften in Chile
  • 1960 macht er seinen Abschluss in Philosophie an der Colegio Máximo San José in San Miguel
  • 1969 Priesterweihe
  • 1970 beendete er erfolgreich sein Theologie-Studium an der Colegio Máximo San José in San Miguel
  • 1973 Jorge Mario Bergoglio wird Provinzial der argentinischen Provinz des Jesuitenordens
  • 1980 Jorge Mario Bergoglio wird Rektor der Theologischen Fakultät von San Miguel
  • 1986 genoss er einen Forschungsaufenthalt in Frankfurt am Main an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen
  • 1992 Jorge Mario Bergoglio wird Weihbischof in Buenos Aires
  • 1997 Jorge Mario Bergoglio wird Koadjutorerzbischof von Buenos Aires
  • 1998 Jorge Mario Bergoglio wird Erzbischof von Buenos Aires
  • 2001 Jorge Mario Bergoglio wird zum Kardinal in der Titelkirche San Roberto Bellarmino ernannt
  • 2005 Jorge Mario Bergoglio wird Vorsitzender der argentinischen Bischofskonferenz
  • 2013 Jorge Mario Bergoglio ist Papst Franziskus I. der römisch-katholischen Kirche

Papst Franziskus I. – besondere biografische Auszüge

Jugendjahre von Jorge Mario Bergoglio

Bevor Jorge Mario Bergoglio in der katholischen Kirche seine Berufung fand, absolvierte er in seinen Jugendjahren eine Ausbildung zum Chemietechniker. Erst nachdem er erkannte, dass diese Aufgaben ihn inhaltlich nicht erfüllten, entschied er sich für die Priesterlaufbahn. Am 11. März 1958 trat er deswegen ein Noviziat in der Gesellschaft Jesu an. Neben zahlreichen humanistischen Studien in Chile, kehrte er nach Buenos Aires zurück, um sein Studium der Philosophie am am Kollegium „San José“ von San Miguel zu beenden

Jorge Mario Bergoglio in den 60er Jahren – vom Literaten zum Theologen

In den Jahren 1964 – 1966 lehrte er als Professor für Literatur und Psychologie in Santa Fe und Buenos Aires. Jorge Mario Bergoglio war sein Leben lang nie ein Mensch, der sich gern ausruhte. Er verfolgte stets ehrgeizige Ziele und begann daher 1967 ein weiteres Studium, dass der Theologie. Er besuchte am Kollegium „San José“ die Fakultät für Theologie und beendete 1970 erfolgreich seine Ausbildung zum Theologen. Am 13. Dezember 1969 empfing er das Sakrament der Priesterweihe. Nach seinem Terziat, das er in Alcalá de Henares (Spanien) verbrachte, hat er am 22. April 1973 die ewigen Gelübde abgelegt.


In dem folgenden Jahr war er für die Ausbildung der Novizen zuständig. Mit seiner Wahl zum Provinzial für Argentinien im Alter von nur 37 Jahren, endete dieser Weg am 31.07.1973. In den folgenden sechs Jahren leitete er die Geschicke des Jesuitenordens in dem lateinamerikanischen Land. Zusätzlich hielt er von 1980 – 1986 das Amt des Rektor des Kollegiums von San Miguel  und seiner Fakultäten für Philosophie und Theologie inne, während er als Theologieprofessor Vorlesungen hielt. Er besuchte im März 1986 Deutschland. Hier war Jorge Mario Bergoglio zugegen, um seine Doktorarbeit zu beenden. Danach war er in der Jesuitenkirche von Cordoba als spiritueller Direktor und Beichtvater tätig.

Jorge Mario Bergoglio und sein erster direkter Kontakt mit dem Vatikan

Am 20. Mai 1992 ernannte Johannes Paul II. Bergoglio zum Weihbischof von Buenos Aires. Seine Bischofsweihe erhielt er am 27. Juni durch Kardinal Antonio Quarracino, den Apostolischen Nuntius Ubaldo Calabresi und den Bischof von Mercedes-Luján, Emilio Ogñénovich. Am 3. Juni 1997 erlangte er durch den damaligen Erzbischof von Buenos Aires den Rang des Koadiutors. Nach dem Tod von Kardinals Quarracino, wurde er selbst am 28. Februar 1998 zum Erzbischof erhoben.

Im Vatikan trat der Jesuit als Generalrelator der 10. Ordentlichen Bischofssynode im Oktober 2001 in Erscheinung. Von November 2005 bis November 2011 war er Präsident der Argentinischen Bischofskonferenz. Mit dem Konsistorium vom 21. Februar 2001 wurde er von Papst Johannes Paul II. in den Kardinalsstand erhoben, seine Titelkirche ist San Roberto Bellarmino. Er ist Mitglied der Kongregationen für Gottesdienst und Sakramentenordnung, für den Klerus, sowie für die Institute geweihten Lebens und die Gesellschaften apostolischen Lebens. Außerdem ist er Mitglied des Päpstlichen Rates für die Familie und der Päpstlichen Kommission für Lateinamerika.

Jorge Mario Bergoglio wird Papst Franziskus I. - der erste südamerikanische Papst der Geschichte

Am 13.03.2013 ergab das Ergebnis der Konklave, dass Jorge Mario Bergoglio der neue Papst ist. Unter seinem neuen Namen Franziskus I. übernimmt er seither die Amtsgeschäfte der katholischen Kirche und des Heiligen Stuhles des Staates Vatika.